Am 8. und 9. April 2022 beteiligte sich unser Strahlenschutzstützpunkt Hengsberg des Bereichsfeuerwehrverbandes Leibnitz an einer Strahlenschutzübung mit 9 Mann und einer Frau im Tritolwerk bei Wiener Neustadt in Niederösterreich. An der Übung teilgenommen haben unter anderen Mitglieder der Landespolizeidirektion Steiermark, der Berufsfeuerwehr Graz und Wien, vom Strahlenschutz Niederösterreich und Teile anderer Wehren aus der Steiermark und Niederösterreich.
Als Trainer und Übungsleiter fungierten Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren, die aktiv ihren Dienst bei der ABC-Abwehr des Österreichischen Bundesheeres versehen. Somit war eine profunde Begleitung und Betreuung sichergestellt.
Ziel der zweitätigen Übung war es, die Kenntnisse aufzufrischen, neues zu lernen und miteinander Aufgaben zu erfüllen. In zahlreichen Stationen und Szenarien wurden Ereignisse dargestellt, welche die Feuerwehren täglich treffen könnten. Zum Beispiel sollen ein Verkehrsunfall mit radioaktiven Stoffen, das Auffinden von möglichen Strahlern nach Bränden in Gebäuden oder ein Arbeitsunfall in einem Labor mit Nukliden erwähnt sein. Dabei konnten die Teilnehmer nicht nur von den Geräten und Ausrüstungen der anderen Organisationen profitieren, sondern auch von deren bisherigen Erfahrungen. Als größtes Novum stellte sich heraus, durchaus abweichend von der Lehrmeinung andere Vorgehensweisen zuzulassen. Daher wurden einzelne Aktionen in unterschiedlichen Herangehensweisen abgearbeitet und anschließend analysiert.
Lustiges: Im Rahmen eines Szenarios wurde per Funk bei der Polizei über die Einsatzleitung (EL) eine „Betonbodenmarkierung“ angefordert. Wegen der Schutzmaske und diversen anderen Umständen wurde bei der EL „Atombombendetonierung“ aufgenommen, welches kurzfristig zur Verwirrung sorgte, aber auch Gelächter.
Für unerfahrene Kameradinnen und Kameraden wurde am ersten Tag ein eigener Unterricht gestaltet, welche darauffolgend in der Praxis bereits aktiv mitarbeiten durften. Für den Strahlenschutz waren die zwei Tage unfassbar wertvoll und wir dürfen hoffen, nächste Jahr sofern veranstaltet, wieder eingeladen zu werden.
Herzliches und kameradschaftliches Danke an die Organisatoren!