Zur Übung der Alarmstufe 3 wurde von der FF Hengsberg „eingeladen“. Mit Kameraden der Wehren Schönberg und Zwaring-Pöls wurde gemeinsam in Flüssing ein Szenario abgearbeitet: „Person in Silo gestürzt“ lautete der Anruf bei der Feuerwehr. Nach der Alarmierung der Feuerwehr Hengsberg und der beiden Wehren zur Atemschutzunterstützung und technischen Hilfeleistung wurde ausgerückt. Bei der Anfahrt kam es zu einer Begegnung und Kollision von einem Kfz mit dem Einsatzfahrzeug, dabei wurde der Pkw mit 3 Insassen in einen Bach geschleudert und Feuerwehrmänner verletzt. Dazu wurde die Alarmstufe erhöht, dass Rote Kreuz angefordert und weiter Einsatzkräfte zum technischen Einsatz nachalarmiert. Da unser Funkgerät, real, von der Einsatzleitung des MTF wegen einem technischen Defekt ausgefallen ist, war schnell klar, unsere Wehr ist mit zu wenig digitalen Geräten ausgestattet. Aufgrund der Entfernung zu den beiden Schadstellen zueinander, war ein Führen mittels Melder unmöglich. Es stellte sich heraus, die damalige Entscheidung das analoge Funksystem parallel aufrecht zu erhalten, war Goldrichtig.
Im Ernstfall wären die betroffen Angehörigen sicherlich nicht so ruhig und gelassen gewesen, wenn die Helfer vor der Tür selbst Hilfe benötigen. Jedenfalls wurden beide Einsatzstellen auf einem sehr hohen Niveau abgearbeitet. Normalerweise behindern „Gaffer“ ja Einsatzkräfte, in diesem Fall waren die Zaungäste sogar erwünscht. Einige haben uns bei der Arbeit aus sicherer Entfernung beobachtet, um selbst zu erleben, wie professionell Personen aus einer Zwangslage befreit werden können.
Neben den Personen im Fahrzeug, wurden die verletzten Kameraden erstversorgt und auch die Person im Silo, dargestellt durch eine 80 Kg schwere Puppe mit Sand gefüllt, wurde aus der misslichen Lage befreit.
Hinweis: Versuchen sie niemals, Mensch oder Tier ohne Unterstützung von Einsatzkräften aus Silos zu Retten, in den meisten Fällen endet der Versuch fatal!
Bei der Schlussbesprechung wurden noch einige Fehler besprochen, ehe es zur Erholung eine Jause gab.
Im Einsatz standen: Florian Steiermark, 6 Fahrzeuge FF, 1 RK-Wagen, 39 Feuerwehrmänner und 2 Rotes Kreuz.
Das Kommando der FF Hengsberg bedankt sich bei allen beteiligten Personen, insbesondere jene, die Grund und Anwesen zur Verfügung stellten, sowie der Spende für das Unfallfahrzeug und großen Dank der beiden Wehren für die perfekte Zusammenarbeit sowie den beiden Mitgliedern des Roten Kreuz für den uns so wichtigen Fachsupport!







