Strahlenschutz

Sonderdienst Strahlenschutz

 

UV, GSM, UMTS, WLAN, LTE, TV, Funk, Röntgen, IR, Erdstrahlen uvm. Könnten wir die Strahlen einfärben, würden wir wohl in einem undurchsichtigen Farbennebel leben! Ganz so schlimm ist es aber (noch) nicht. Seit jeher ist der Mensch ionisierender Strahlung ausgesetzt. Die natürlich auftretende Strahlung kommt aus dem Weltraum und von natürlich radioaktiven Stoffen in der Umwelt, vor allem in den Böden und Gesteinen der Erdkruste. Jedoch mit der technischen Entwicklung hat sich der Mensch in zunehmendem Maße ionisierende Strahlung nutzbar gemacht. Diese Strahlung kann aber Mensch und Umwelt schädigen.

Es ist die Aufgabe des Sonderdienstes Strahlenschutz, nach einem Strahlenunfall, die von den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbare Gefahr mit Hilfe von speziellen Messgeräten sichtbar zu machen. Der Einsatz der Strahlenschutztrupps hat in erster Linie den Eigenschutz der eingesetzten Feuerwehrkräfte zum Ziel und die Feststellung bzw. Lokalisierung möglicher Strahlenquellen. Mit speziellen Messgeräten werden Dosisleistungen der radioaktiven Strahlung bestimmt, um dadurch sinnvolle Absperrgrenzen festzulegen.

 

Definition Strahlenunfall:

Der Strahlenunfall wird in einschlägigen Normen als „unvorhergesehenes Ereignis, bei

welchem Personen möglicherweise einer Strahlenexposition ausgesetzt wurden, wobei

höchstzulässige Dosen überschritten werden“

 

Zu den Grundaufgaben des Strahlenschutz der Feuerwehren gehören unter anderem:

    ☢ Eigenschutz der eingesetzten Hilfskräfte
    ☢ Rettung von Menschen aus verstrahlten Gebieten
    ☢ Auffinden von Strahlenquellen
    ☢ Sicherstellen von verstrahlten Material und Brandschutt
    ☢ Strahlen spüren und messen
    ☢ Absperren

 

Mögliche Einsatzszenarien könnten sein, ohne Reihung nach Priorität:

    ☢ Fallout nach AKW-Unfällen
    ☢ Unfälle bei Transporten von radioaktiven Stoffen
    ☢ Absturz nuklearbetriebener Satelliten
    ☢ Terroristische Handlungen durch Kontamination öffentlicher Bereiche

 

Wie in vielen anderen Bereichen auch, wird mitunter über sie Sinnhaftigkeit des Strahlenschutzes diskutiert. Die ständige Weiterbildung und Entwicklung der Materie sowie auch über die Kosten die dadurch entstehen stellen natürlich Herausforderungen an die Feuerwehren über die auch oft diskutiert wird. Doch erlauben Sie mir folgenden Satz: „Eine Sonnenschutzcreme erst nach dem Sonnenbrand aufzubringen ist auch sinnlos“ meint ihr Strahlenschutzbeauftragter,
HBI Helmut Zink, FF Hengsberg