Vermisstensuche, 22.12.2020

So einen Einsatz, in wenigen Minuten, in dieser Größe wie am 22.12.2020, kann vermutlich nur eine Feuerwehr auf die Beine stellen:

Um 15:04 Uhr wurde die FF Hengsberg zur Unterstützung bei einer Vermisstensuche angefordert.

In der ersten Phase hat der Einsatzleiter der FF von der Polizei Informationen erhalten und ein erster Einsatzplan über die Koordination zwischen Hundestaffel, Polizei und FF erstellt. Nebenbei wurden drei weitere Feuerwehren nachalarmiert und die Einsatzleitung vor Ort errichtet, sowie der Abschnittskommandant verständigt.

In der Zwischenzeit wurde entschieden, die Einsatzleitung auf den Hengistplatz vor die Volksschule zu verlegen. Nach dem Eintreffen und der Befehlsausgabe wurde die weitere Vorgangsweise festgelegt, zu diesem Zeitpunkt, etwa 15:20, waren bereits 31 Frauen und Männer auf der Suche.

Nach der Mitteilung der Landesleitstelle, dass ein Hubschrauber und das Einsatzleitfahrzeug des Bereiches angefordert wurden, ist beim Rüsthaus das Kommando aller eingesetzten Kräfte eingerichtet worden und wurden zwei weitere Feuerwehren nach Auftrag des ABI angefordert. Während Lagekarten gedruckt wurden, wurde auch der Helikopterlandeplatz hinter dem Rüsthaus festgelegt und die Suchaktion Richtung Süden und dem Tunnel ausgedehnt. Um 16:10 Uhr waren 59 Frauen und Männer alleine von der Feuerwehr auf der Suche nach dem vermissten Jugendlichen. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Dunkelheit wurden auch mehrere Wärmebildkameras angefordert und ein Plan zur Versorgung der Kameradinnen und Kameraden unter Einhaltung der COVID-Maßnahmen erstellt. Glücklicherweise konnte der Vermisste unverletzt von einer Polizeistreife aufgegriffen werden und somit der Einsatz nach der Bestätigung über die Identität beendet werden.